Nach einem schwerwiegenden Cyberangriff auf die IT-Netze der Berliner Verwaltung zwischen dem 7. und 12. August 2026 sind erhebliche Datenmengen abgeflossen und im Internet veröffentlicht worden. Betroffen sind nach aktuellem Kenntnisstand Bereiche der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen sowie der Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt. Mittlerweile wurde aber auch neue Daten veröffentlich, so dass auch weitere Bereich betroffen sein können.
Grundsätzlich haben damit Kriminelle Zugriff auf weitgehende Daten aus den Berliner IT Systemen und auch auf personenbezogene Daten.
Was Betroffene jetzt tun sollten
Aufgrund des enormen Volumens der gestohlenen Daten konnte der exakte Inhalt bislang noch nicht vollständig ausgewertet werden. Wenn Sie vermuten, dass Ihre Daten betroffen sein könnten, empfehlen Experten und Behörden folgende Vorsichtsmaßnahmen:
- Passwörter umgehend ändern: Ändern Sie vorsorglich Ihre Zugangsdaten, insbesondere bei Verwaltungs- und Onlinediensten sowie bei verknüpften E-Mail-Konten.
- Konto- und Kreditkartenaktivitäten prüfen: Kontrollieren Sie regelmäßig Ihre Bankkonten und Kreditkartenabrechnungen auf unautorisierte Abbuchungen oder verdächtige Transaktionen.
- Erhöhte Wachsamkeit bei Phishing-Mails: Achten Sie verstärkt auf gefälschte E-Mails oder Nachrichten, die darauf abzielen, persönliche Informationen abzugreifen. Tipps, wie man Empfänger verifiziert, gibt es hier.
- Keine verdächtigen Links oder Anhänge öffnen: Klicken Sie nicht auf Links aus unerwarteten Nachrichten und prüfen Sie Absenderadressen auf ungewöhnliche Zeichenketten (z. B.
Bank@34ölkj.de). - Erpressungsversuche ignorieren: Leisten Sie unter keinen Umständen Zahlungen an eventuelle Erpresser, sondern informieren Sie umgehend die Polizei.
- Vorfälle dokumentieren: Sichern Sie Screenshots und Nachweise, falls Sie verdächtige Kontaktversuche oder Abfragen feststellen.
- Konten und Karten im Notfall sperren: Nutzen Sie bei Missbrauch von Bankkarten oder Handynummern sofort den zentralen Sperr-Notruf 116 116 und erstatten Sie Anzeige.
Ansprechpartner und Kontaktwege für Bürgerinnen und Bürger
| Anliegen | Anlaufstelle / Kontakt |
| Kontaktaufnahme durch Täter, Drohungen oder Nachweis von Veröffentlichungen im Darknet | Polizei Berlin (über die Internetwache Berlin oder jede örtliche Polizeidienststelle) |
| Sperrung von EC-/Kreditkarten oder der Online-Ausweisfunktion | Sperr-Notruf 116 116 |
| Geltendmachung von Betroffenenrechten & Auskunftsersuchen („Bin ich betroffen?“) | Jeweils direkt an die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen bzw. Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt |
| Beschwerden bei Nichtauskunft oder DSGVO-Verstößen | Beschwerdeformular der Berliner Beauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit |
Da die Auswertung der abgeflossenen Datensätze noch andauert, kann eine individuelle Betroffenheit zum jetzigen Zeitpunkt meist noch nicht abschließend bestätigt werden. Sollten im Zuge der weiteren Ermittlungen Ihre personenbezogenen Daten nachgewiesen werden, werden Sie direkt von der zuständigen Senatsverwaltung kontaktiert. Dieser Prozess kann aufgrund der Datenmenge noch einige Zeit in Anspruch nehmen.)






