Ping-Anrufe, auch Lockanrufe genannt, sind Anrufe, bei denen die Verbindung nach einem einzigen Klingeln wieder getrennt wird. Der Angerufene hat also nicht die Möglichkeit, das Gespräch anzunehmen.
Ziel dieser Anrufe ist es, den Angerufenen dazu zu bringen, die angezeigte Rufnummer zurückzurufen. Wenn dieser dann zurückruft, wird er mit einer hohen Kostenfalle konfrontiert. Die Rufnummer, die angezeigt wird, ist in der Regel eine ausländische Nummer, die mit einer hohen Verbindungsgebühr verbunden ist.
Ping-Anrufe werden häufig von Betrügern genutzt, um Verbraucherinnen und Verbraucher zu schädigen. Sie können aber auch von Unternehmen genutzt werden, um Werbung zu machen.
So schützt man sich vor Ping-Anrufen
Hier sind einige Tipps, wie Sie sich vor Ping-Anrufen schützen können:
- Seien Sie misstrauisch bei unbekannten Nummern. Wenn Sie einen Anruf von einer unbekannten Nummer erhalten, nehmen Sie ihn nicht entgegen. Wenn Sie den Anruf entgegennehmen, hören Sie sich die Nachricht an, bevor Sie zurückrufen.
- Blockieren Sie unbekannte Nummern. Die meisten Smartphones bieten die Möglichkeit, unbekannte Nummern zu blockieren. Wenn Sie eine Nummer blockieren, können Sie keine Anrufe oder Nachrichten von dieser Nummer mehr empfangen.
- Benutzen Sie eine Rufnummern-Identifizierungs-App. Diese Apps können Ihnen helfen, unbekannte Nummern zu identifizieren und zu entscheiden, ob Sie zurückrufen sollten.
- Seien Sie vorsichtig bei Anrufen von Personen, die sich als offizielle Vertreter ausgeben. Betrüger geben sich oft als Mitarbeiter von Regierungsbehörden, Telekommunikationsunternehmen oder anderen Unternehmen aus. Wenn Sie einen Anruf von einer Person erhalten, die sich als offizieller Vertreter ausgibt, seien Sie vorsichtig und fragen Sie nach Beweisen.
Hier sind einige konkrete Hinweise, die Sie beachten können, wenn Sie einen Ping-Anruf erhalten:
- Wenn Sie einen Anruf von einer unbekannten Nummer erhalten, die kurz klingelt und dann wieder auflegt, nehmen Sie den Anruf nicht entgegen.
- Wenn Sie den Anruf entgegennehmen, hören Sie sich die Nachricht an, bevor Sie zurückrufen. Wenn die Nachricht Sie dazu auffordert, etwas zu tun, seien Sie misstrauisch.
- Wenn Sie den Anruf zurückrufen, stellen Sie sicher, dass Sie die richtige Nummer anrufen. Betrüger geben oft falsche Telefonnummern an.
- Wenn Sie Zweifel haben, ob der Anruf echt ist, sollten Sie sich an eine Vertrauensperson wenden.
Wenn Sie den Verdacht haben, dass Sie Opfer eines Ping-Anrufs geworden sind, sollten Sie die Nummer der Bundesnetzagentur (116 116) anrufen.

VIDEO EWE gibt Tipps gegen Ping-Anrufe
Woran kann man Ping-Anrufe erkennen?
Es gibt einige Anzeichen, an denen Sie Ping-Anrufe erkennen können:
- Die Anrufe sind kurz. In der Regel läutet das Telefon nur einmal oder zweimal, bevor die Verbindung getrennt wird.
- Die Rufnummer ist unbekannt. Wenn Sie die Rufnummer nicht kennen, ist es wahrscheinlich ein Ping-Anruf.
- Die Rufnummer ist aus dem Ausland. Ping-Anrufe werden häufig von ausländischen Nummern getätigt.
- Die Rufnummer ist mit einer hohen Verbindungsgebühr verbunden. Wenn Sie die Rufnummer zurückrufen, werden Sie wahrscheinlich mit hohen Kosten konfrontiert.
Hier sind einige weitere Hinweise, die auf einen Ping-Anruf hindeuten können:
- Sie erhalten den Anruf zu einer ungewöhnlichen Zeit. Ping-Anrufe werden häufig in der Nacht oder am Wochenende getätigt, wenn Sie wahrscheinlich nicht in der Lage sind, das Gespräch anzunehmen.
- Sie erhalten den Anruf mehrfach. Wenn Sie denselben Anruf mehrmals erhalten, ist es wahrscheinlich ein Ping-Anruf.
- Sie erhalten einen Anruf von einer Nummer, die einer inländischen Vorwahl ähnelt. Betrüger nutzen oft ähnliche Vorwahlen, um Angerufene zu täuschen.
Wenn Sie eines dieser Anzeichen bemerken, sollten Sie den Anruf nicht zurückrufen. Wenn Sie neugierig sind, wer angerufen hat, können Sie die Nummer im Internet recherchieren.
Was passiert, wenn man bei einem Ping-Anruf zurückruft?
Wer bei einem Ping-Anruf zurückruft, wird in der Regel mit einer teuren Kostenfalle konfrontiert. Die auf dem Display angezeigte Rufnummer stammt meist aus dem Ausland und ist mit extrem hohen Verbindungsgebühren verbunden.
Die finanziellen Folgen eines solchen Rückrufs können erheblich sein und in einigen Fällen mehrere hundert Euro betragen. Die Abrechnung erfolgt minütlich, wobei die Anrufer oft künstlich in der Leitung gehalten werden.
Sollte versehentlich ein Rückruf getätigt worden sein, gilt es, das Gespräch umgehend zu beenden, um die auflaufenden Kosten so gering wie möglich zu halten.
Empfohlene Schritte nach einem erfolgten Rückruf:
- Sofort auflegen: Das Gespräch unverzüglich beenden.
- Nummer sichern: Die entsprechende Rufnummer im Anrufverlauf speichern oder notieren.
- Vorfall melden: Den Anruf bei der Bundesnetzagentur zur Anzeige bringen.
Die Bundesnetzagentur ist befugt, Bußgelder gegen die Verursacher von Ping-Anrufen zu verhängen. In vielen Fällen erlässt die Behörde zudem ein Rechnungslegung- und Inkassierungsverbot. Dadurch werden betroffene Verbraucher vor der Zahlung der überhöhten Gebühren geschützt.
Wo kann man Ping-Anrufe melden?
Ping-Anrufe lassen sich direkt bei der Bundesnetzagentur melden, die als zentrale Aufsichtsbehörde den Missbrauch von Rufnummern verfolgt und betroffene Verbraucher durch Rechnungslegungs- und Inkassierungsverbote vor unberechtigten Kosten schützen kann. Die Beschwerde erfolgt am einfachsten über das Online-Formular der Behörde, wofür die genaue Anrufernummer, das Datum, die Uhrzeit sowie Angaben zu einem eventuellen Rückruf benötigt werden.
Ist durch den Anruf bereits ein finanzieller Schaden entstanden, empfiehlt sich zusätzlich eine Erstattung einer Anzeige bei der Polizei. Darüber hinaus bietet der eigene Mobilfunkanbieter Unterstützung, etwa um teure Sonderrufnummern für die Zukunft zu sperren oder Unstimmigkeiten auf der Telefonrechnung zu klären, während die Verbraucherzentralen rechtliche Hilfestellung beim Einlegen eines Widerspruchs geben.






