Die Bezeichnung Spam für unerwünschte Inhalte und massenweise Nachrichten ist mittlerweile ein gängiger Begriff und hat sogar Eingang in den Duden gefunden. Wenn jemand eine Nachricht als Spam bezeichnet, ist damit weitgehend klar, was damit gemeint ist. Der Begriff selbst ist allerdings noch gar nicht so alt, sondern wird erst seit wenigen Jahrzehnten in dieser Form gebraucht.

Woher kommt die Bezeichnung Spam?
Der Begriff „Spam“ kommt ursprünglich aus dem Englischen und bezeichnet ein gewürztes Schweinefleischprodukt, das von der Firma Hormel Foods Corporation hergestellt wird. Der Name ist eine Abkürzung für „spiced ham“ (gewürzter Schinken).
In den 1970er Jahren wurde der Begriff „Spam“ in der Online-Community verwendet, um unerwünschte und störende Nachrichten zu bezeichnen. Dies geschah erstmals in einem Sketch der englischen Comedy-Serie „Monty Python’s Flying Circus“, in dem ein Chor von Wikingern wiederholt das Wort „Spam“ in einer Gaststätte singt. Dazu enthält die Speisekarte des Restaurants nur Gerichte mit Spam (also gewürztes und gepökeltes Schweinefleisch) und selbst als ein Gast nach Gerichten ohne Spam fragt, erhält er nur Angebot mit Spam. Der Sketch parodiert die Omnipräsenz des Spam-Produktes in der amerikanischen Kultur.
In den 1990er Jahren wurde der Begriff „Spam“ auch im Zusammenhang mit unerwünschter Werbung verwendet, insbesondere mit unerwünschten E-Mails. Spam-E-Mails sind in der Regel nicht personalisiert und enthalten Werbung für Produkte oder Dienstleistungen, die der Empfänger nicht bestellt oder angefordert hat.
Heute wird der Begriff „Spam“ allgemein verwendet, um unerwünschte und störende Nachrichten zu bezeichnen, unabhängig vom Medium.
Der Begriff „Spam“ wurde im Jahr 2000 mit der 22. Auflage offiziell in den Rechtschreibduden aufgenommen. Er zog damals gemeinsam mit einer ganzen Welle neuer Internet- und Technologie-Begriffe (wie beispielsweise „Skaten“, „Handy“ oder „Homepage“) in das Standardwörterbuch der deutschen Sprache ein. Wenige Jahre später, in der 23. Auflage im Jahr 2004, folgten dann auch die ersten logischen Zusammensetzungen wie das Wort „Spamfilter“.
Interessante Randnotiz: Der Duden führt für das Wort „Spam“ im Übrigen alle drei grammatikalischen Artikel. Laut Duden-Redaktion ist sowohl der Spam, die Spam als auch das Spam zulässig.
Obwohl sich der englische Begriff „Spam“ durch die Globalisierung und die weltweite Nutzung von E-Mail-Diensten fast überall als Standard durchgesetzt hat, gibt es in einigen Ländern und Sprachen sehr bildhafte eigene Bezeichnungen dafür.
| Land / Sprache | Begriff | Wörtliche Übersetzung | Hintergrund / Bedeutung |
| Frankreich & Kanada (Französisch) | Pourriel | „Müll-Mail“ | Ein Kofferwort aus poubelle (Mülleimer) und courriel (E-Mail). |
| Spanischsprachiger Raum | Correo basura | „Müll-Post“ | Die direkte, bildhafte Übersetzung für unerwünschte Werbesendungen. |
| China (Mandarin) | Laji Youjian (垃圾邮件) | „Müll-Nachricht“ | Auch im asiatischen Raum greift man auf das klassische Müll-Bild zurück. |
| Japan | Meiwaku Mēru (迷惑メール) | „Belästigungs-Mail“ | Drückt aus, dass diese Nachrichten eine Plage oder ein Ärgernis darstellen. |
| Norwegen | Søppelpost | „Müll-Post“ | Die skandinavische Variante des Wortes für digitale Abfälle. |
Zusammenfassend lässt sich also sagen, dass der Begriff „Spam“ aus dem Englischen kommt und ursprünglich ein gewürztes Schweinefleischprodukt bezeichnet. In den 1970er Jahren wurde der Begriff in der Online-Community verwendet, um unerwünschte und störende Nachrichten zu bezeichnen. In den 1990er Jahren wurde der Begriff auch im Zusammenhang mit unerwünschter Werbung verwendet, insbesondere mit unerwünschten E-Mails. Heute wird der Begriff „Spam“ allgemein verwendet, um unerwünschte und störende Nachrichten zu bezeichnen, unabhängig vom Medium.
HINWEIS Generell wird in diesem Bereich viel mit englischen Namen gearbeitet (beispielsweise Brushing oder Phishing). Man sollte sich davon nicht verunsichern lassen und einfach nachlesen, was dahinter steckt.






