Krypto Spam ist eine Art von Spam, der sich auf Kryptowährungen bezieht. Diese Spam-E-Mails werden in der Regel von Betrügern verschickt, die versuchen, Menschen dazu zu verleiten, in gefälschte oder betrügerische Kryptowährungsprojekte zu investieren. Dabei geht es oft im Bitcoin, aber auch andere Krypto Währungen werden mittlerweile gezielt genutzt um an die Ersparnisse der Opfer zu kommen.
Krypto Spam-E-Mails sind in der Regel sehr überzeugend gestaltet und enthalten oft Bilder von Prominenten, die Kryptowährungen befürworten. Die E-Mails behaupten oft, dass Kryptowährungen eine schnelle und einfache Möglichkeit sind, reich zu werden.
Die Bundesnetzagentur warnt aktuell vor eine Vielzahl neuer Fälle in diesem Bereich:
Die Bundesnetzagentur erhält vermehrt Beschwerden über SMS, die im Namen von Trading-Plattformen für Finanzprodukte versendet werden. In den SMS wird mitgeteilt, dass eine Auszahlung vom Konto beantragt oder ein VideoIdent Verfahren eingeleitet worden sei. Oft wird darum gebeten, eine angegebene Telefonnummer zurückzurufen, um die angeblich notwendige Klärung vorzunehmen.
Bei einem Anruf auf die angegebene Rufnummer wird vorgetäuscht, man spreche mit einem Support-Mitarbeiter der entsprechenden FinTech-Plattform. Ziel ist es, die Anrufer zur Preisgabe von Passwörtern zu verleiten, Fernzugriff auf ihre Geräte zu erhalten oder sie dazu zu bringen, Transaktionen vorzunehmen, bei denen das Guthaben auf ein vermeintlich sicheres Wallet umgeleitet wird. In allen Fällen kommt es zu einem Verlust des Guthabens, wenn den Anweisungen der Betrüger Folge geleistet wird.
Wenn Sie eine Krypto Spam-E-Mail erhalten, sollten Sie diese nicht öffnen oder darauf antworten. Das Öffnen der E-Mail kann dazu führen, dass Ihr Computer mit Malware infiziert wird. Wenn Sie auf die E-Mail antworten, geben Sie den Spammer Ihre persönlichen Daten preis, die sie für weitere Betrugsversuche verwenden können.
Hier sind einige Beispiele für Krypto Spam-E-Mails:
- „Kaufen Sie jetzt Bitcoin und werden Sie reich!“
- „Diese neue Kryptowährung wird den Markt im Sturm erobern!“
- „Investieren Sie in diese Kryptowährung und verdienen Sie bis zu 100 % Gewinn!“
Diese E-Mails sind oft sehr überzeugend gestaltet und können dazu führen, dass Menschen auf die Links klicken oder persönliche Daten eingeben. Wenn Sie eine dieser E-Mails erhalten, ist es wichtig, sie zu ignorieren und nicht zu reagieren.
Mittlerweile werden die Kontaktaufnahmen auch gerne per SMS durchgeführt.
Welche Warnzeichen für Betrug mit Krypto-Anlagen gibt es?
Warnzeichen für Betrug mit Krypto‑Anlagen zeigen sich oft schon früh, wenn man weiß, worauf man achten muss. Besonders typisch sind unrealistische Gewinnversprechen, etwa garantierte hohe Renditen ohne Risiko oder angeblich „sichere“ tägliche Auszahlungen. Seriöse Anbieter geben niemals feste Gewinnzusagen. Ein weiteres Warnsignal sind aggressive Verkaufsstrategien: Betrüger setzen ihre Opfer unter Druck, schnell zu investieren, bevor eine angebliche Chance „verfällt“. Häufig wird auch versucht, Vertrauen über gefälschte Erfahrungsberichte, manipulierte Charts oder professionell wirkende, aber inhaltlich fragwürdige Webseiten aufzubauen.
Misstrauisch sollte man außerdem werden, wenn unklare oder intransparente Geschäftsmodelle präsentiert werden. Viele betrügerische Plattformen erklären nicht nachvollziehbar, wie Gewinne entstehen sollen, oder verwenden technische Begriffe, die nur den Eindruck von Seriosität erwecken sollen. Auch fehlende oder schwer überprüfbare Unternehmensdaten – etwa keine ladungsfähige Adresse, keine regulierte Lizenz oder nur ein Kontaktformular – sind ein starkes Indiz für unseriöse Absichten. Ebenso typisch ist, dass Auszahlungen plötzlich nicht mehr möglich sind oder an zusätzliche Gebühren, Steuern oder „Freischaltzahlungen“ geknüpft werden, die vorher nie erwähnt wurden.
Ein weiteres häufiges Muster besteht darin, dass angebliche „Berater“ oder „Account Manager“ über Telefon, Messenger oder soziale Netzwerke Kontakt aufnehmen und versuchen, Fernzugriff auf Geräte zu erhalten oder Nutzer zu immer höheren Einzahlungen zu bewegen. Sobald Betroffene nicht mehr investieren, werden sie oft bedrängt, beschimpft oder mit angeblichen Verlusten unter Druck gesetzt.
Wer solche Warnzeichen erkennt, sollte keine persönlichen Daten preisgeben, keine Software installieren und keinesfalls Geld überweisen. Ein gesundes Maß an Skepsis ist bei Krypto‑Investments immer angebracht, denn seriöse Anbieter arbeiten transparent, ohne Druck und ohne unrealistische Versprechen.
So schützen Sie sich wirksam vor dieser Betrugsmasche
- Öffnen Sie keine Links in verdächtigen SMS und rufen Sie keine darin genannten Telefonnummern zurück. Betrüger nutzen solche Kontaktwege, um Sie gezielt zu manipulieren. Falls ein Link geklickt wurden, haben wir hier Sofortmaßnahmen zusammengestellt.
- Kontaktieren Sie bei Unsicherheiten ausschließlich den offiziellen Kundensupport der jeweiligen Plattform – nutzen Sie dafür nur die Kontaktdaten, die auf der offiziellen Website angegeben sind.
- Wenn Sie bereits reagiert haben, ändern Sie sofort alle Zugangsdaten zu Ihrem Konto und prüfen Sie, ob ungewollte Transaktionen durchgeführt wurden. Informieren Sie anschließend ebenfalls den echten Support des Anbieters.
- Melden Sie verdächtige SMS über das Beschwerdeformular der Bundesnetzagentur, damit solche Fälle schneller erkannt und bekämpft werden können.
- Erstatten Sie Anzeige bei der Polizei, wenn Sie Opfer eines Betrugs geworden sind oder ein finanzieller Schaden entstanden ist.
- Ignorieren Sie Druck oder Drohungen in solchen Nachrichten. Seriöse Anbieter setzen ihre Kunden niemals unter Zeitdruck und fordern keine sensiblen Daten per SMS ein.
- Speichern Sie keine Zugangsdaten auf Ihrem Smartphone, wenn Sie häufig Ziel solcher Nachrichten sind. Das erschwert Betrügern den Zugriff, falls sie versuchen, Ihr Gerät zu kompromittieren.
- Aktivieren Sie Zwei‑Faktor‑Authentifizierung, sofern verfügbar. Das bietet zusätzlichen Schutz, selbst wenn Zugangsdaten in falsche Hände geraten.






